Update von Sierra nach Mojave auf Hackintosh

Mojave ist nun bereits einige Monate verfügbar, somit ist mit Kinderkrankheiten nicht mehr zu rechnen und es wird Zeit für einen Wechsel. Mojave bringt tatsächlich einige Nettigkeiten mit, die zwar nicht weltbewegend sind, aber im Alltagsbetrieb doch recht nützlich sind.

Für die Eiligen geht es hier direkt zur Installation.

Systeme
Alle Vorgehensweisen für eine komplette Neuinstallation sind in der u.a. Anleitung für Sierra ganz genau aufgeführt. Diese könnt Ihr genauso umsetzen, nur eben mit einem Mojave-Installer statt dem für Sierra/HighSierra.

Clover
Eine Installation mit/für Clover wird hier nicht behandelt, auch wenn die sich nur marginal unterscheidet – was aber auch nur die Installation des Clover-Bootloaders betrifft.

Hardware
Oftmals ist eine Installation für ein System mit AMD- oder Atom-Prozessoren wesentlich aufwendiger und wird hier ebenfalls nicht behandelt. Meistens ist man mit einer CPU der Intel-i-Serie bei einem Hackintosh gut bedient.

Haftungsausschluss:
Egal was Ihr macht, Ihr habt es gemacht – nicht ich, das ist ganz einfach. Diese Anleitung erhebt nicht den Anspruch auf Korrektheit und Vollständigkeit. Ich sage nicht: „So geht es!“, ich sage nur: „So habe ich es gemacht!“.  Einen Hackintosh wird man nicht für den Produktiveinsatz verwenden. Tut Euch den Gefallen und kauft einen echten Mac, wenn Ihr mit der Maschine Geld verdienen wollt. Verliert Ihr irgendwelche Daten oder gekaufte Lizenzen, so ist das Euer Problem, denn…

Ein paar Worte zur Legalität:
Da die Lizenzbedingungen vor dem Laden des Betriebssystemes im AppStore einsehbar sind und diese es ausdrücklich untersagen, macOS auf nicht-Apple-Hardware einzusetzen („…install, use or run the Apple Software on any non-Apple-branded computer…“), ist die Frage beantwortet: Nein, man darf macOS nicht auf einem selbstgebauten PC einsetzen! Nö, auch nicht, wenn Du da ein Apple-Logo draufmalst. 😉
Punkt.

Aber ich habe es doch legal geladen!
In einigen Foren wird scheinheilig darauf verwiesen, dass ein Download aus Apples AppStore „autorisiert“, also quasi irgendwie legal, sei. Andere Quellen seien illegal, nur diese wären „Raubkopien“. Das ist natürlich völliger Blödsinn. Nur weil Apple die Downloads z.B. im AppStore auf einem Hackintosh nicht verbietet, sind diese noch lange nicht legal. Und nein, es ist auch nicht irgendwie legal, nur weil Apple seine Betriebssysteme kostenlos anbietet. Der Witz (zum Geldverdienen) ist ja die Bindung an die eigene relativ teure – aber auch sehr hochwertige – Hardware.

Konsequenzen?
Ihr verstosst gegen die Lizenzbedingungen von Apple. Euer Hackintosh wird durch ein Systemupdate vielleicht eines Tages nicht mehr laufen. Euer Apple-Konto wird vielleicht gesperrt, vermutlich mit aller von Euch gekaufter Software. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass Apple (oder ein Abmahnanwalt) eine zivilrechtliche Klage einreichen wird. Der entstandene Schaden (bei einer unentgeldlich angebotnenen Software) ist einfach zu gering. Anders sähe es aus, wenn Ihr die Geräte quasi in Serie bauen würdet und sie dann verkaufen wolltet. Die Firma Psystar scheiterte (in den USA) damit.

Kann ich mit dieser Anleitung einen Hackintosh installieren?
Nein, nicht ganz. Du bist neu im Thema „Hackintosh“? Folge einfach der u.a. Anleitung für macOS auf einem Hackintosh und benutze dazu schlicht einen Stick mit Mojave. Sound und WLAN wie ebenfalls u.a. mit dem superben Kext Updater reparieren lassen.

Hardware
Aufbauend auf den beiden u.a. Artikeln, hier nur ein paar kurze Anmerkungen zum Update eines Hackintoshs auf Mojave (macOS 10.14) auf folgender Basis:

GA Z97m-D3H
i5 4670K @ 44 (alle Kerne)
Cryorig A40 Ultimate Wasserkühlung
2×8 GB Crucial Ballistix Sport 1600 CL9 @ 2.200 10-11-11-28
MSI RX 570 8GB @ 1.450 / 2000
1x Artheos WLAN-PCI-e
2x SSD
2 X HDD
be quiet! L8 Pure Power 430W CM
Corsair Air 240 mit 3x Artic F8, 2x Artic F6

Vorgehensweise
Wenn das System wie in meiner Anleitung für einen Sierra-Hackintosh aufgesetzt wurde und sich die Systemdaten im NVRAM befinden, steht einem direkten Update nichts im Wege. Wir legen uns zur Sicherheit ein TM-Backup des Systems an.

Hier deswegen nur noch die Kurzform für Leute, die wissen, was sie machen.

1.) TM-Backup durchführen.

2.) wir laden uns im Hackintosh-Forum das Mojave-Ready-BIOS für das Board herunter: *KLICK* und speichern es auf einem USB-Stick (FAT/NTFS/EXFAT).
Im BIOS sichern wir unsere Konfiguration (unter „Profile“) auf den Stick mit dem BIOS-Update. Dies ist gerade bei übertakteten Systemen wichtig.
Nun flashen wir das neue Mojave-BIOS über das alte Sierra-BIOS. Reboot.
Gesichertes Profil laden. Reboot.

3.) Unter Mojave funktionieren mit unserer Hardware der Sound und das WLAN nach der Installation nicht mehr. Für das Fixen des Sounds benötigen wir den aktuellen AppleALC.kext aus folgendem Thread im Hackintosh-Forum: *KLICK* 
Diesen kopieren wir wieder in die EFI-Partition unter OZ/Darwin/Extensions/Common. Den alten AppleALC-OZM benötigen wir nicht mehr und löschen ihn.

4.) Wir starten nun das Update auf Mojave und lasse es durchlaufen.

5.) Nach der Installation von Mojave fixen wir mit dem KextUpdater (unter „Werkzeuge“) unsere Atheros-WLAN-Karte: „Kext für Atheros AR92xx/93xx installieren“.

Reboot.
Fertig.

macOS Sierra auf Hackintosh

Hardwareaufbau eines Hackintoshs